Jugend- und Kulturzentrum

Neubau eines Veranstaltungsgebäudes, Hilden            

Der Neubau des Jugend- und Kulturzentrums befindet sich am dicht besiedelten nördlichen Rand der Stadt. In der Nachbarschaft befinden sich eine Schule, Spielplätze, ein Sportplatz sowie Geschoßwohnungsbauten. Das Nutzungskonzept sah ein Gebäude sowohl für die pädagogische Jugendarbeit, für kulturelle Veranstaltungen, als auch zur Vermietung an Vereine, Bürger und Musik-Gruppen vor.

Das Gebäude entwickelt seine Form aus den Bedingungen des Ortes und der Aufgabe. Dabei unterliegen Baukörper und räumliche Zuordnungen konsequent einem einheitlichen Thema. Raumform und Körper differenzieren sich durch die Verschränkung und Überlagerung der Elemente. Das Prinzip der Fügung wird dabei von der Volumenbehandlung bis in die Detaillierung weiterverfolgt.

Auf der funktionalen Ebene zeigt das Gebäude eine sehr kompakte und effiziente Verknüpfung der verschiedenen Nutzungen. Um den zentralen Veranstaltungsraum mit Bühne und Backstage-Bereich gliedern sich Foyer, eine voll ausgestattete Küche, Internet-Café, Proberäume, Werkstatt und Lager, Technikräume, sowie Garderobenbereich mit Sanitärkern an. Die Ausstattung von Veranstaltungsraum und Proberäumen ist baulich und technisch sehr hochwertig und erfüllt die hohen akustischen Anforderungen an diese Bereiche.

Die Fassade ist mit graublauen Eternit-Tafeln verkleidet, der Foyer-Bereich großzügig verglast. Die Außenwände des aus dem Hauptbaukörper herausragenden Veranstaltungsraumes sind mit amethystblauen Profilit-Scharen verkleidet. Ein etwas niedrigerer Büroriegel schiebt sich ähnlich einem Möbel aus dem Inneren des Hauptbaukörpers heraus und ist mit schmalen Rockwood-Fassadentafeln verkleidet. Die Schiebeläden bestehen aus gelochten roten Eternit-Tafeln und dienen als Sonnen- und Einbruchschutz. Das Vordach ist unterseitig mit weißen, hinterleuchteten Polycarbonat-Platten verkleidet und formuliert so ein angemessenes Entrée.

Im Innenraum werden durch die Farbgestaltung Schwerpunkte gebildet, das Gesamtkonzept wird durch die Gestaltung der Oberflächen, durch Farben und Material weiter differenziert. 

Geprägt wird das Gebäude durch seine klare geometrische Ordnung, die systematische Gliederung und die Farbgebung. Die Fassadenfelder für tageslichtabhängige Räume sind elementhaft immer gleich ausgebildet ohne die verschiedenen, dahinterliegenden Nutzungen abzubilden. Sie bestehen aus flächenbündig eingesetzten schmalen Verglasungen und Holzdekor-Tafeln, die je nach Bedarf als feste Elemente oder Tür- und Fensterflügel ausgebildet sind. Das Thema der Verschränkung von Innen und Außen wird so bildhaft in der Fassadenfläche wiederholt.

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